31. Jul 2025
Eine digitale Unterschrift zu erstellen ist heute zum Glück kein Hexenwerk mehr und der erste Schritt in eine Welt mit effizienteren, papierlosen Prozessen. Dabei geht es darum, ein kryptografisches Zertifikat mit einem Dokument zu verknüpfen – das ist deutlich sicherer, als nur ein Bild Ihrer Handschrift einzufügen. So können Sie Arbeitsverträge, Angebote oder Rechnungen schnell und vor allem rechtsgültig auf den Weg bringen.
Viele werfen eine digitale Unterschrift in denselben Topf wie eine einfache elektronische Unterschrift. Damit meine ich zum Beispiel ein eingescanntes Bild der eigenen Handschrift, das man schnell in ein Word-Dokument kopiert. Für rechtsverbindliche Geschäfte reicht das aber bei Weitem nicht aus. Eine echte digitale Signatur ist technisch eine ganz andere Hausnummer und um ein Vielfaches sicherer.
Stellen Sie sich die digitale Signatur am besten wie einen elektronischen Fingerabdruck für Ihr Dokument vor. Sie basiert auf kryptografischen Verfahren, die zwei ganz wesentliche Dinge sicherstellen:
Diese Sicherheit wird durch ein digitales Zertifikat erreicht. Dieses erhalten Sie von einem vertrauenswürdigen Drittanbieter, einem sogenannten Zertifizierungsdiensteanbieter (ZDA). Dieser prüft Ihre Identität, bevor er Ihnen die Erlaubnis gibt, Dokumente rechtsgültig zu signieren.
Eine digitale Unterschrift ist nicht nur eine Unterschrift, sondern ein Sicherheitsmerkmal. Sie versiegelt ein Dokument und schützt es vor nachträglichen Manipulationen, was im Geschäftsverkehr entscheidend ist.
Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Schweiz eröffnen sich dadurch enorme Vorteile. Nehmen wir als Beispiel die Einstellung eines neuen Mitarbeitenden. Statt den Arbeitsvertrag auszudrucken, per Post zu versenden und auf die Rücksendung zu warten, können Sie das Dokument einfach digital signieren und verschicken. Der neue Mitarbeitende signiert ebenfalls digital, und der ganze Vorgang dauert nur Minuten statt Tage.
Ein anderes Beispiel ist die Lieferantenvereinbarung. Anstatt Verträge zwischen Ihnen und Ihren Lieferanten mühsam per Post auszutauschen, beschleunigt die digitale Unterschrift den Prozess erheblich. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Druck- und Portokosten und verringert den administrativen Aufwand deutlich.
Dass solche Verfahren immer mehr Anklang finden, ist kein Zufall. Gemäss der Nationalen E-Government-Studie 2025 erledigen bereits 73 % der Schweizer Bevölkerung mehr als die Hälfte ihrer Behördengeschäfte online. Flexibilität und Zeitersparnis sind hier die Hauptgründe, was das Vertrauen in elektronische Verfahren stärkt. Mehr dazu erfahren Sie in den Ergebnissen der Studie zur digitalen Verwaltung.
Wenn Sie eine digitale Unterschrift erstellen wollen, ist die rechtliche Gültigkeit das A und O. In der Schweiz bildet das Bundesgesetz über die elektronische Signatur, kurz ZertES, das Fundament. Es legt klar fest, welche Arten von Signaturen es gibt und, was noch wichtiger ist, wann diese einer handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt sind.
Man muss hier im Wesentlichen drei Stufen unterscheiden. Jede Stufe bietet ein anderes Mass an Sicherheit und Rechtsverbindlichkeit, und es lohnt sich, die Unterschiede genau zu kennen.
Die Wahl des richtigen Standards hängt immer vom jeweiligen Dokument ab und dem Risiko, das damit verbunden ist. Falsch gewählt, kann das später teuer werden.
"Für die wirklich entscheidenden Verträge und Dokumente in Ihrem Geschäftsalltag führt kein Weg an der Qualifizierten Elektronischen Signatur (QES) vorbei. Nur sie gibt Ihnen die maximale Rechtssicherheit, die das Schweizer Obligationenrecht (OR) verlangt."
Um eine solche QES zu erstellen, brauchen Sie ein Zertifikat von einem anerkannten Zertifizierungsdiensteanbieter (ZDA). Diese Anbieter werden vom Bund geprüft und zugelassen, was das nötige Vertrauen schafft. Bevor Sie ein Zertifikat erhalten, wird Ihre Identität sorgfältig verifiziert. Sollten Sie spezifische Fragen zu Anwendungsfällen in Ihrer Branche haben, finden Sie oft wertvolle Hilfe im Support-Bereich Ihres Softwarepartners.
Die technologischen Anforderungen schlafen natürlich nicht. Zukünftige Entwicklungen wie die Post-Quantum-Kryptografie oder die überarbeitete eIDAS-Verordnung sollen die langfristige Sicherheit digitaler Transaktionen garantieren. Private, zertifizierte Anbieter spielen hier eine Schlüsselrolle, um diese Innovationen praxistauglich zu machen und kommende Trends für digitales Vertrauen umzusetzen.
Die Auswahl des richtigen Anbieters ist der Schlüssel, wenn Sie eine rechtsgültige digitale Unterschrift erstellen möchten. Der Schweizer Markt ist vielfältig, doch nicht jeder Anbieter passt zu jedem Unternehmen. Statt Sie mit einer endlosen Liste zu überfordern, konzentrieren wir uns lieber auf die Kriterien, die in der Praxis wirklich zählen.
Die alles entscheidende Frage zuerst: Welchen Signaturstandard benötigen Sie tatsächlich? Für viele interne Freigaben oder einfache Vereinbarungen genügt oft eine Fortgeschrittene Elektronische Signatur (FES). Sobald aber Dokumente eine gesetzliche Schriftformerfordernis erfüllen müssen – denken Sie an Arbeitsverträge oder wichtige Geschäftsabschlüsse – wird die Qualifizierte Elektronische Signatur (QES) zur Pflicht.
Die besten Anbieter machen es Ihnen leicht, den Überblick zu behalten.

Man sieht sofort: Eine klare, benutzerfreundliche Oberfläche steht im Vordergrund. Der Prozess soll ja schliesslich einfacher und nicht komplizierter werden.
Bei der Entscheidung für ein Tool sollten Sie nicht nur auf den Preis schauen. In der Praxis sind oft ganz andere Punkte viel wichtiger für einen reibungslosen Ablauf im Arbeitsalltag.
"Ein gutes Signatur-Tool zeichnet sich dadurch aus, dass es sich nahtlos in Ihre täglichen Prozesse einfügt und die Arbeit erleichtert, anstatt sie zu verkomplizieren. Achten Sie auf eine unkomplizierte Bedienung und transparente Kosten."
Um Ihnen die Entscheidung etwas zu erleichtern, haben wir einige in der Schweiz etablierte Anbieter und ihre typischen Ausrichtungen für Sie verglichen.
Vergleich anerkannter Anbieter für digitale Signaturen in der Schweiz
Diese Tabelle vergleicht wichtige Merkmale von führenden Anbietern, um die Auswahl des passenden Tools zu erleichtern.
| Anbieter | Unterstützte Standards (FES/QES) | Typisches Kostenmodell | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Skribble | FES & QES | Pay-per-Use, Abos | KMU, Freiberufler, Grossunternehmen |
| Swisscom Trust Services | FES & QES | API-Integration, Abos | Unternehmen mit hohem Volumen, Entwickler |
| DeepSign (DeepCloud) | FES & QES | Pay-per-Use | Privatpersonen, KMU mit Fokus auf Datenschutz |
Diese Gegenüberstellung dient natürlich als Ausgangspunkt. Jedes Unternehmen hat seine eigenen Bedürfnisse.
Gerade für Handwerks- und Servicebetriebe ist oft entscheidend, wie gut sich eine Signaturfunktion direkt in die mobilen Arbeitsprozesse einbinden lässt. Hier zeigt sich der grosse Vorteil von spezialisierter Software. Unsere mobile Rapport-App amacos ermöglicht es beispielsweise, Arbeitsrapporte direkt auf dem Tablet zu erstellen und vom Kunden noch vor Ort rechtssicher unterzeichnen zu lassen. So schliessen Sie den Auftrag sauber ab, ohne Papierkram und Verzögerungen.
So, jetzt wird's konkret. Die Erstellung einer qualifizierten elektronischen Signatur (QES) ist der entscheidende Moment, in dem Ihre Dokumente die höchstmögliche Rechtsgültigkeit erhalten. Der Prozess ist zwar standardisiert, kann aber auf den ersten Blick ein wenig kompliziert wirken. Aber keine Sorge, wir führen Sie Schritt für Schritt sicher durch.
Wenn Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, startet der ganze Vorgang meist direkt auf dessen Plattform. Sie laden Ihr Dokument hoch – in der Regel ein PDF – und leiten den Signaturprozess ein. Der wichtigste und oft als Hürde empfundene Teil ist die einmalige Überprüfung Ihrer Identität. Das ist auch logisch: Da die QES rechtlich der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt ist, muss absolut sicher sein, dass Sie auch wirklich Sie sind.
Die gängigste Methode hierfür ist das Video-Ident-Verfahren. Dabei werden Sie per Videoanruf mit einer geschulten Person verbunden, die Ihre Identität live verifiziert. Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Halten Sie unbedingt einen gültigen Ausweis (Pass oder Identitätskarte) bereit. Achten Sie ausserdem auf eine stabile Internetverbindung und gute Lichtverhältnisse, damit alles reibungslos klappt.
"Planen Sie für diese erste Identifizierung ruhig 10 bis 15 Minuten ein. Der Vorteil: Ist dieser Schritt einmal erledigt, signieren Sie künftige Dokumente in Sekundenschnelle, meist nur mit einem Klick oder einer kurzen Bestätigung per Smartphone (Zwei-Faktor-Authentisierung)."
Solche Prozesse sind auf eine schnelle und sichere Datenübertragung angewiesen. Glücklicherweise ist die Schweiz hier bestens aufgestellt: Die Internetdurchdringung liegt bei beeindruckenden 99,0 % und hohe Verbindungsgeschwindigkeiten machen die Identifizierung und das Signieren zum Kinderspiel. Mehr zu den digitalen Rahmenbedingungen in der Schweiz können Sie bei Interesse hier nachlesen.
Nach der erfolgreichen Identifizierung ist der Rest wirklich einfach. Sie platzieren Ihre digitale Signatur an der gewünschten Stelle im Dokument und bestätigen den Vorgang. Im Hintergrund verknüpft der Anbieter Ihr persönliches Zertifikat kryptografisch mit dem Dokument und versiegelt es damit.
Sobald ein Dokument signiert wurde, können Sie und natürlich auch der Empfänger die Gültigkeit ganz einfach prüfen. Moderne PDF-Programme wie Adobe Acrobat zeigen oben eine Signaturleiste an. Ein Klick darauf verrät Ihnen alles Wichtige:
Wer hat unterzeichnet? Der Name der Person wird klar und deutlich angezeigt.
Ist die Signatur gültig? Das Programm überprüft automatisch das Zertifikat des Anbieters.
Wurde das Dokument nachträglich verändert? Sie erhalten die Bestätigung, dass die Integrität des Dokuments gewahrt ist.
Diese einfache Prüfung gibt allen Beteiligten die Sicherheit, dass das Dokument authentisch und unverändert ist. Sie sehen, der gesamte Prozess, um eine digitale Unterschrift zu erstellen, ist nicht nur schnell, sondern auch transparent und jederzeit nachvollziehbar. So umgehen Sie von Anfang an typische Stolpersteine und können die Vorteile der Digitalisierung voll für sich nutzen.
Herzlichen Glückwunsch, Sie haben Ihre erste digitale Unterschrift erstellt! Das ist schon mal ein grosser Schritt in die richtige Richtung. Doch die wahre Kunst liegt darin, die Signaturen im Geschäftsalltag nicht nur zu nutzen, sondern sie clever und sicher einzusetzen. Aus meiner Erfahrung weiss ich, dass hier oft kleine Fehler lauern, die den ganzen Prozess unnötig kompliziert machen oder sogar rechtliche Risiken bergen können.
Ein klassischer Stolperstein, den ich immer wieder sehe: die falsche Signaturart wird gewählt. Schnell ist eine einfache (EES) oder fortgeschrittene (FES) Signatur gesetzt, obwohl der Vertrag eigentlich die gesetzliche Schriftform erfordert. Das macht das ganze Dokument im schlimmsten Fall anfechtbar. Prüfen Sie daher unbedingt immer ganz genau, ob für Ihr spezifisches Dokument nicht doch eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) zwingend nötig ist.
Genauso wichtig wie das korrekte Signieren ist natürlich auch die Prüfung von Dokumenten, die Sie erhalten. Verlassen Sie sich dabei bitte nicht nur auf das, was Sie sehen. Eine digital eingefügte Unterschrift kann jeder fälschen, eine echte digitale Signatur hingegen lässt sich validieren.
Das geht zum Glück ganz einfach. Öffnen Sie das PDF in einem gängigen Programm wie dem Adobe Acrobat Reader und klicken Sie direkt auf die Signatur. Das Programm zeigt Ihnen dann sofort und verlässlich die entscheidenden Informationen an:
Dieser kurze Check gibt Ihnen die nötige Sicherheit über die Echtheit des Dokuments.
"Ein Punkt, der oft vergessen wird, ist die Langzeitarchivierung. Stellen Sie sicher, dass Ihre digital signierten Dokumente so gespeichert werden, dass ihre kryptografische Gültigkeit auch nach Jahren noch nachweisbar ist. Das ist entscheidend!"
Ein weiterer Tipp aus der Praxis betrifft die Kommunikation mit Ihren Geschäftspartnern. Noch ist nicht jeder mit digitalen Signaturen vertraut. Erklären Sie kurz und proaktiv, dass Sie eine QES verwenden, die der handschriftlichen Unterschrift gesetzlich komplett gleichgestellt ist. Ein kurzer, freundlicher Hinweis auf das ZertES (Bundesgesetz über die elektronische Signatur) kann oft letzte Zweifel ausräumen und schafft sofort Vertrauen.
Wenn Sie diese typischen Fallstricke kennen, nutzen Sie digitale Signaturen nicht nur – Sie meistern sie souverän.
Wenn es um die digitale Unterschrift geht, tauchen im Geschäftsalltag immer wieder die gleichen Unsicherheiten auf. Kein Wunder, schliesslich geht es um rechtliche Verbindlichkeit. Ich habe hier die Antworten auf die häufigsten Fragen für Sie zusammengetragen, damit Sie schnell Klarheit gewinnen.
Eine der wohl am häufigsten gestellten Fragen. Die Antwort ist ein klares Nein.
Für formfreie Verträge oder interne Absprachen mag eine simple eingescannte Unterschrift vielleicht noch durchgehen. Sobald aber die gesetzliche Schriftformerfordernis der Schweiz erfüllt sein muss – denken Sie an Arbeitsverträge oder wichtige Kundenaufträge – ist sie wertlos. Hier ist eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) zwingend, denn nur sie ist per Gesetz der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt.
Das ist einfacher, als viele befürchten, und Sie brauchen dafür keine spezielle Software. Ein gängiges Programm wie der Adobe Acrobat Reader reicht völlig aus.
Öffnen Sie einfach das PDF, das Sie erhalten haben. Ein Klick auf die Signaturzeile oder das kleine Signatur-Symbol genügt.
Ein gültiges Zertifikat verrät Ihnen auf einen Blick nicht nur, wer unterschrieben hat, sondern garantiert Ihnen auch, dass das Dokument seit der Signatur nicht mehr verändert wurde. Diese Integrität ist der springende Punkt und wird durch den Vertrauensdiensteanbieter sichergestellt.
Die Preisspanne ist tatsächlich gross und hängt stark vom Anbieter und der benötigten Sicherheitsstufe ab.
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